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Werbung auf WhatsApp: Was Sie darüber wissen sollten

/Werbung auf WhatsApp: Was Sie darüber wissen sollten

Ein Update soll ab 2019 Werbung in WhatsApp implementieren. Wir verraten Ihnen alles, was Sie als heute schon darüber wissen müssen

Seit einiger Zeit wird darüber spekuliert, ob WhatsApp bald Werbung zeigen wird. Tatsächlich soll im kommenden Jahr ein Update die von vielen gefürchtete Werbung im WhatsApp-Status mit sich bringen. Das hängt auch damit zusammen, dass Facebook bei der Übernahme den beiden WhatsApp-Gründern versprochen hat, fünf Jahre lang keine Gewinne zu machen. Diese Frist läuft im Februar 2019 aus.

Für viele mag es sich anfühlen, als wäre es bereits eine Ewigkeit her: In seinen Anfangszeiten war WhatsApp kostenpflichtig, damals mussten Nutzer monatlich 89 Cent bezahlen. Anfang 2016 wurde dieses Abo-Modell abgeschafft – bereits da wurde die Befürchtung laut, dass die Zeit ohne Werbung bald zu Ende sein könnte. Was WhatsApp-Gründer Jan Kaum damals noch bestritt, wird jetzt Wirklichkeit. Denn WhatsApp gehört seit etwa vier Jahren Facebook und die wollen ab kommendem Jahr Profit aus dem Messenger schlagen.

Hier wird die Werbung angezeigt: Nachrichten und Status

Durch die Kooperation mit größeren Unternehmen und den daraus generierten Werbeeinnahmen soll WhatsApp vor Verlusten bewahrt werden. Das Ganze soll über eine neu gestaltete Nutzeroberfläche funktionieren, über die größere Unternehmen Nachrichten mit Nutzern über WhatsApp austauschen, sprich direkt mit ihnen kommunizieren können. Onlinehändler können ihre Kunden somit zum Beispiel über den Status der Paketzustellung auf dem Laufenden halten.

Darüber hinaus soll Nutzern in der Status-Funktion künftig Werbung in Form von Fotos und Videos angezeigt werden, die dort einen Tag lang platziert werden können. Das Prinzip der 24-Stunden-Story hat WhatsApp vor einiger Zeit von Snapchat übernommen, das Feature wird derzeit offenbar von etwa 450 Millionen Menschen genutzt. Die Werbeeinblendungen sollen ähnlich wie bei Instagram zwischen den privaten Stories der Kontakte eingespielt werden.

Zustimmung ist erforderlich

Damit das Zeigen von Werbung überhaupt möglich ist, wurde vor einiger Zeit mithilfe eines Updates bereits das Mindestalter der WhatsApp-Nutzer von 13 auf 16 Jahre angehoben – das erlaubt dem Unternehmen, seinen Nutzern Werbung zu zeigen, ohne auf die Erlaubnis der Eltern angewiesen zu sein. Offenbar sollen die Nutzer aber selbst entscheiden können, ob sie Werbung sehen wollen bzw. ob sie in Kontakt mit den Firmen treten möchten oder nicht. Nur so könnten die Vorgaben der DSGVO (Vorgaben der Europäischen Datenschutzgrundverordnung) umgesetzt werden.

WhatsApp versichert, dass die Kommunikation wie gewohnt verschlüsselt und sicher abläuft, dass WhatsApp also keinerlei Inhalte zu sehen bekommt. Allerdings sollten sich die WhatsApp-Nutzer darüber im Klaren sein, dass sie mit Firmen kommunizieren und diesen Informationen über sich selbst geben. Ist die Kommunikation mit einem Unternehmen nicht mehr gewünscht, sollen die Nutzer aber den jeweiligen Kontakt blockieren können. Facebook wollen allerdings gezielte Werbung, die auf die Nutzer persönlich zugeschnitten ist. Dafür ist ein Eingriff in die Privatsphäre nötig. Es wird sich zeigen, inwieweit Facebook dies durchsetzen kann.

So funktioniert es für die Unternehmen

Unternehmen können den Service direkt über die herkömmliche WhatsApp-Anwendung benutzen. Sowohl die Einrichtung als auch das Chatten mit den Kunden ist für die Firmen kostenlos. Sogenannte Notifications, also Benachrichtigungen in Echtzeit, müssen nach Stückzahl bezahlt werden. Wie viel das genau kosten soll, ist bisher nicht bekannt.

2019 soll es so weit sein

Zunächst sollen von der Neuerung wohl erst einmal nur bestimmte Smartphones betroffen sein: Apple-User in Indien soll es als erstes treffen. Bis Mitte 2019 soll die Werbung dann weltweit an alle WhatsApp-User verbreitet werden, sowohl auf Apple- als auch auf Android-Geräten. Ob es eine werbefreie, kostenpflichtige Version von WhatsApp geben wird, ist bisher noch nicht klar.

2019-05-07T14:50:59+00:00 10. Dez 2018|Allgemein|0 Comments